Schulkonzept

Schulkonzept

„Lesen – Können – darauf läuft schließlich alles hinaus.“
Christian Morgenstern

1. Ausgangssituation und Rahmenbedingungen

Die Alfred-Kästner-Grundschule liegt im nördlichen Randgebiet von Leipzig. Die Schule wurde 1909 erbaut, die alte Bausubstanz ist zum Großteil saniert.
1949 verlieh der Gemeinderat mit Beschluss der Schule den Namen des Antifaschisten Alfred Kästner.
Seit dem Schuljahr 1992/93 ist die Schule Grundschule.
1999 wurde Lindenthal ein Ortsteil von Leipzig.

Im Schulgelände befinden sich:
– eine Weitsprunganlage
– eine 50m Laufstrecke
– ein Schulpark mit großer Pausenwiese und Sitzgruppen für die Pausengestaltung

Der Grundschule stehen 11 Klassenräume zur Verfügung, davon ein Raum nur für Kunsterziehung, ein Raum für Musikunterricht. Weiterhin gibt es einen Werkraum, ein Computerkabinett mit 9 Schülerarbeitsplätzen, eine Lesestube und eine Turnhalle.

Der Hort „Regenbogenland“ grenzt unmittelbar an das Schulgelände. Einige Klassenräume werden am Nachmittag vom Hort genutzt.

Im Schuljahr 2015/16 lernen 156 Schülerinnen und Schüler in 8 Klassen.

2. Leitbild

„Je mehr man liest,
je mehr lernt man“.
Deutsches Sprichwort

Abenteuer Lesen: „Wer liest, weiß mehr.“

„Durch Bücher erfährt man mehr über andere Menschen, Länder, Geschichten …
Lesen ist die Grundlage des Lernens.“
aus „hoppsala for family“

3. Schwerpunkte der Arbeit

Schuleingangsphase / Anfangsunterricht
– Zusammenarbeit von KITA und GS
– Entwickeln von verbindlichen Formen der Zusammenarbeit
– gemeinsames Bildungsverständnis

Vorschulische Projekte
– Informationselternabend in der KITA
– Vorschulstunden
– Grundschultag
– Absprachen mit den Erziehern
– Organisation von Schnupperstunden
– Informationselternabend der Grundschule

Lernanfangsphase
– Kennlernwoche
– Analyseverfahren zur Ausgangssituation
– differenzierter Anfangsunterricht
– Arbeit mit Entwicklungsplänen

Rahmenbedingungen für Anfangsunterricht
– umfasst Klassenstufe 1 und 2
– Lernen mit allen Sinnen
– Selbständigkeit
– Fehlertoleranz
– Interesse und Motivation
– Anschauung
– Selbstbestimmung
– mit und voneinander lernen
– Individualisierung
– kindgemäß und spielerisch

Bildungsberatung

3. Schuljahr:
– 1. Informationselternabend zur Bildungsberatung
– Vorstellen der Oberschulen und Gymnasien
– Anwesenheit von Vertretern aus weiterführenden Schulen

2. Halbjahr Klassenstufe 3:
– 1. Elterngespräche mit Dokumentation
– Wünsche und Vorstellungen der Eltern
– Leistungseinschätzung
– Beratung der Eltern, mögliche Wege

4. Schuljahr:
– Besprechen der Bildungswege im Sachunterricht
– Besuchen von weiterführenden Schulen
– Tage der offenen Tür nutzen
– 2. Elterngespräch mit Dokumentation
– 2. Elternabend zur Bildungsberatung (Termine, Verfahrensablauf, …)

Lesekompetenz Klassenstufe 1 bis 4

– Lesenlernen nach analytisch-synthetischer Leselehrmethode
– Gewähren von Einblicken in die Arbeit mit der Lauttabelle
– ab Klasse 1 = großer Wert auf sinnerfassendes Lesen legen (Methoden: Ankreuzen, unterstreichen, Lesemalblätter, markieren von Textstellen bis Beantworten von Fragen in Wortgruppen und Sätzen; Leseanalysen)
– Nutzen der Klassenlesesätze der Schule
– jährliche Teilnahme am Vorlesetag im November
– Beteiligung an der Aktion „Ich schenk dir ein Buch“ der Stiftung Lesen
– Durchführung des Zeitungsflirts der LVZ in Klasse 4
– Nutzen der Medien aus der Fahrbibliothek regelmäßig aller 4 Wochen, Leseinteresse wird vertieft
– Ausleihen von Klassensätzen aus der Fahrbibliothek
– Einladen von Schriftstellern in bestimmten Abständen, dadurch Erweitern der Leseerfahrung
– Durchführen jährlicher Lesewettstreite auf Klassenstufenebene, Prämierung der drei besten

Leser jeder Klasse
– Vorstellen von Lieblingsbüchern ab Klasse 3 durch jeden Schüler, Leseerfahrungen werden vertieft, Freude am Lesen wecken
– Lernen von Gedichten individuell nach Wahl zu bestimmten Themen, dabei Einbeziehen der Kinderseiten im Internet
– Lesen in der Schulbücherei, Märchenlesen in der Vorweihnachtszeit
– Beteiligung am Kompetenztest in Klasse 3 – Lernstand des Kindes wird erhoben
– an den bundesweit gültigen Bildungsstandards wird sich orientiert
– Kompetenzen werden über längeren Zeitraum entwickelt, entstehen nicht durch kurzfristiges Üben
– Test wird nicht benotet
– Durchführen und Auswerten nach den zentralen Vorgaben

Lernkultur

Der Begriff Lernkultur stellt eine Verbindung zwischen Lernen und Kultur dar.
Grundlage für die Lernkultur bilden wissenschaftliche Erkenntnisse und gesellschaftliche Aspekte (Lehrplan, Bildungsplan, Schulgesetz, …).
Lernkultur ist ein ständig wandelbarer Prozess, geprägt von Interaktion und Kommunikation zwischen Lehrenden und Lernenden.
Begriff der neuen Lernkultur:
Lernen wird als aktiver, konstruktiver, selbständiger, motivierter und sozialer Prozess verstanden.

Zitat von Gerald Hüther:
„Eigentlich braucht jedes Kind drei Dinge:
Es braucht Aufgaben, an denen es wachsen kann,
es braucht Vorbilder, an denen es sich orientieren kann,
und es braucht Gemeinschaften, in denen es sich aufgehoben fühlt.“

Lernkultur an unserer Schule:
Unsere Grundschule versteht sich als „lernende Schule“, in der Schule als lebendiger Organismus verstanden wird.
Schule ist nicht nur Lernort, sondern zugleich Lebens- und Erfahrungsraum für alle.

Alle sind Lernende, alle sind Lehrende
– d. h. wir verstehen SchülerInnen und LehrerInnen als gemeinsam Lernende

Demokratisierung der Schule:
– die Weiterentwicklung von Demokratie in allen Bereichen des schulischen Lebens
– dazu zählen besonders der respektvolle und verantwortungsbewusste Umgang miteinander,
sowie eine intensive Form von Kommunikation und Kooperation

Angemessene Unterrichtsformen:

Lernen wird bestimmt durch:
– Vertrauen
– Geborgenheit
– Sicherheit
– anregende Umgebung

gelernt wird:
– mit allen Sinnen
– freudbetont
– handlungsorientiert
– selbstorganisiert
– ganzheitlich
– differenziert
– projektorientiert
– fächerübergreifend, vernetzt
– durch Einbeziehen außerschulischer Lernorte und Hereinholen von

Externen Unterrichtsformen:
– das lehrgangsmäßige Vorgehen (Frontalunterricht) hat besonders in den Fachbereichen Vorrang
– in anderen Gebieten stehen das Erkunden, Erforschen, Entdecken im Vordergrund

Offene Unterrichtsformen:
– Freiarbeit
– Arbeit an Stationen
– Werkstattarbeit
– Tages- und Wochenplan
– Projektarbeit
– fächerverbindender Unterricht

Differenzierung

Differenzierung hat zum Ziel, den Schülern, welche unterschiedliche Voraussetzungen haben, möglichst bestmögliche Lernvoraussetzungen anzubieten. Die individuellen Lernbedürfnisse und gesellschaftlichen Anforderungen machen deshalb eine differenzierte Bildung notwendig.
Die Schüler unterscheiden sich u. a. in ihrer Lernfähigkeit, Lerngeschwindigkeit und Lernbereitschaft, in ihrem Vorwissen, ihren Interessen und ihrer Konzentrationsfähigkeit, in ihrer Verstehens- und Sprachkompetenz, sowie in ihrem Sozialverhalten.
Differenzierung umfasst somit die Förderung des bewussten und selbständigen Lernens und Handelns. Die Schüler werden deshalb teilweise in homogene aber auch in heterogene Gruppen zusammengefasst.
Als Voraussetzung einer Differenzierung muss allen Schülern ein hoher Grad an Selbständigkeit vermittelt werden.
Die Freiarbeit gewährleistet ein individuelles Arbeiten der Schüler nach den Möglichkeiten jedes Einzelnen.
Besonders Freiarbeit trägt zur Persönlichkeitsentwicklung bei, wie z. B. Selbständigkeit, Entscheidungsfähigkeit, Eigenverantwortlichkeit, Teamarbeit, Einschätzung eigener Fertigkeiten, Selbstkontrolle, …
Besonders durch das Selbstbestimmen und Miteinander in der Freiarbeit sollte es gelingen, Schüler nicht mit gleichem Wissen für alle vollzustopfen, sondern durch individuelle Aufgaben und eigenständiges Lernen und Handeln ein Feuer zu entfachen.

Persönlichkeitsentwicklung

Nach Robert J. Havighurst: Entwicklungsaufgaben (1982)
– Erwerb der Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Rechnen …)
– soziale Kooperation lernen
– spielen und arbeiten in der Gruppe (Fleiß, Konzentration)
– soziale Position in der Klasse finden
– Selbstbewusstsein, Selbstbild als Schüler entwickeln
– Selbständigkeitsgefühl entwickeln
– einfache moralische Unterscheidungen treffen

Autoritative Erziehung:
– kameradschaftliche Zuneigung und Respekt
– Werte gemeinsam leben
– Regeln erfahren und einhalten
– Grenzen setzen, diese auch benennen

Wirkung autoritativer Erziehung:
– gute / bessere schulische Leistungen
– konstruktiv, sozial und bereit, Aufgaben für die Gemeinschaft zu übernehmen
– Kinder sind psychisch gesund: – keine Verdrängung von Problemen
– hohe Selbständigkeit
– starke Werteorientierung

Kompetenzentwicklung

Schwerpunkte:

– Lesekompetenz
– Sport und Bewegung
– Lernkompetenz
– Übergang Kindergarten – Grundschule / Übergang Grundschule – weiterführende Schulen
– Schulbücherei, Fahrbibliothek

Förderung der Lernkompetenz:

Es soll den Kindern nicht nur Fachwissen vermittelt werden, sondern sie werden auf das lebenslange Lernen vorbereitet. Dazu bedarf es der Vermittlung von Lernkompetenzen. Diese Vorbereitung auf das lebenslange Lernen soll in allen Fächern stattfinden. Ziel ist es, Bedingungen zu schaffen, um den Erwerb von Fachwissen mit Lernkompetenzen zu verbinden. Eine hohe Nachhaltigkeit soll erreicht werden.

Bis zum Ende der 2. Klasse:
– Führen eines Hausaufgabenheftes
– alle Hausaufgaben werden an der Tafel notiert
– gemeinsames Eintragen der Hausaufgaben

Sinnvolle Erledigung der Hausaufgaben:
Wann, wo, wie, in welcher Reihenfolge?
Arbeitsplatz in der Schule:
– nach jeder Lerneinheit aufräumen
– auf dem Tisch liegt nur, was für die Stunde benötigt wird

Arbeitsplatz zu Hause:
– ruhiger Raum / Arbeitsplatz
– ausreichend Beleuchtung / richtiger Lichteinfall
– ausreichend Platz
– Bücher und Hefte griffbereit
– nichts Unnötiges, Ablenkendes auf dem Arbeitsplatz

Heft- und Hefterführung:
– regelmäßiger Datumseintrag
– Hervorheben der Überschrift
– Rand
– Abstände zwischen den Einträgen
– saubere, lesbare Schrift

Bis zum Ende der 4. Klasse:
– selbständiges Führen des Hausaufgabenheftes
– Umgang mit dem Wörterbuch
– Erstellen eines Inhaltsverzeichnisses
– selbständiges Packen der Schultasche für den nächsten Tag (Checkliste für zu Hause)

Lernkompetenzen entwickeln und erweitern

Hilfen beim Übergang von der Grundschule zur weiterführenden Schule:
– Wie organisiere ich meinen Arbeitsplatz (zu Hause und in der Schule)?
– Wie lerne ich leichter und behalte mehr (erste Strategien kennenlernen, Erfahrungen austauschen, Steigerung der Merkfähigkeit)?
– Wie bereite ich mich auf eine Klassenarbeit oder Leistungskontrolle vor (Übungsmöglichkeiten, Zeitplanung …)?
– Wie motiviere ich mich selbst (Negativeinstellung umgehen)?
– Mit Stress oder auch Lerndruck umgehen lernen (lernen, große Nervosität zu vermeiden)
– Eigenorganisation, Tagesplanung (Hausaufgabenzeit, Verein, Freizeit …)
– Hausaufgabenmanagement (nicht bis zum letzten Tag aufheben)
– Konzentrations- und Entspannungsübungen (Körpersignale erkennen …)
– Lesetechniken und Kompetenzen erweitern
– Arbeit mit Nachschlagewerken (Duden, Lexika, Internet, Zeitung …)
– Markieren und Strukturieren (Wichtiges erkennen, nach Stichpunkten Texte konzipieren, Vorträge halten …)
– Mind-Mapping (übersichtlich arbeiten, Zusammenhänge kenntlich machen, zuordnen …)

Lern- und Sozialkompetenzen

Jeder persönlich:
– lernen, selbständig Aufgaben zu lösen
– ausdauerndes Arbeiten trainieren
– Umgang mit Arbeitsmitteln erlernen, Sorgfalt üben, Dinge zum Lernen bereithalten
– Zusammenarbeit mit anderen Kindern erlernen und festigen
– Meinungen äußern und andere akzeptieren
– umsichtiges Arbeiten in Gruppen (sich einbringen)
– Vorstellen von Arbeitsergebnissen vor der Klasse in verschiedenen Formen, anschaulich und verständlich
– Lernstrategien entwickeln, Lösungswege finden
– lernen, sich selbst einschätzen zu können (Selbstreflexion, personale Kompetenz)
– Lernverhalten einstudieren (sich melden, Verhalten bei Unterrichtsbeginn, Ordnung am Arbeitsplatz, Arbeitsanweisungen beachten und erfüllen, Material vollständig haben, grüßen …)
– eigene Gefühle erkennen und äußern, Gefühle und Befindlichkeiten steuern können, Wut und Ärger kontrollieren, Mitgefühl zeigen (emotionale Kompetenz)
– Meinungen fair äußern, gutes Gesprächsverhalten zeigen (kommunikative Kompetenz)

Umgang miteinander:
– mit eigenen Stärken und Schwächen umgehen können
– Achten gemeinschaftlicher Regeln, gutes Zusammenleben in der Schule / in der Klasse – mit eigenem, guten Verhalten trägt man zum guten Zusammenleben in der Schule bei
– sich in andere Mitschüler und neue Situationen hineinversetzen können
– Bedürfnisse anderer wahrnehmen und angemessen reagieren
– Respekt voreinander haben (respektvoller, wertschätzender Umgang)
– Materialien teilen, niemanden ausschließen, ein guter Lernpartner und Klassenkamerad sein (Team- und Gemeinschaftsfähigkeit)
– Verständnis für andere Einstellungen zeigen
– Kontakte aufnehmen können
– konstruktiver Umgang mit Konflikten (Spannungen, Auseinandersetzungen, Streit u.a. Schwierigkeiten) erlernen
– vermitteln (beilegen, ausgleichen, aussöhnen u.a.m.) können
– Streit schlichten (trainieren, Aussöhnungen zu schaffen)
– Kompromissbereitschaft entwickeln
– Verschiedenartigkeit (Herkunft, Aussehen, Leistungsvermögen …) akzeptieren

Lernen gemeinschaftlich:
– verständlich reden und schreiben (verstehbar, lesbar) üben
– lernen, sich auszudrücken zu können
– aktiv zuhören trainieren
– Rückmeldungen geben können
– zweckdienliche und passende Fragen stellen
– gemeinsam mit anderen Aufgaben planen und erfüllen
– auf andere eingehen können
– sich selbst zurücknehmen können
– eigene Fähigkeiten konstruktiv einbringen können
– unterschiedliche Positionen ansprechen
– Schüler für eine ruhige Lernatmosphäre sensibilisieren

Medienkompetenz

Sachgerechter Umgang mit Medien:
Bibliothek in der Schule: – wird von einer Kollegin betreut
– einmal in der Woche am Nachmittag geöffnet
– Inhalte: – Kinder- und Sachbücher, Nachschlagewerke

Fahrbibliothek:
– kommt einmal im Monat
– alle Schüler leihen sich Bücher aus
– Klassenlesesätze werden von den Lehrerinnen ausgeliehen für Leseprojekte Leseprojekte in jeder Klassenstufe
– Zeitungsprojekt in Klasse 4 „Zeitungsflirt“, LVZ
– Buchvorstellung ab Klasse 3
– jährlich stattfindender Lesewettbewerb in allen Klassenstufen

Computerausbildung:
– aus unserer Informationsgesellschaft sind PC’s nicht mehr wegzudenken
– eine Vielzahl von Arbeitsbereichen und Berufen setzen einen kompetenten Umgang mit PC’s voraus
– gleichzeitig hat der PC als wesentlicher Bestandteil der „Neuen Medien“ Einzug in viele Haushalte genommen
– für viele unserer Kinder gehört er zum selbstverständlichen Alltagsgegenstand und wird stetig stärker auch so genutzt

Medien – pädagogische Ausgangslage:
– eigenverantwortliches, selbsttätiges Lernen, soziales Miteinander, friedliche Konfliktbewältigung, verantwortlicher Umgang mit der Natur und verantwortliches Nutzen von PC und Internet sind Bestandteile unseres Unterrichts
– wenn Schule dem Anspruch der Vermittlung von Selbständigkeit und Handlungsfähigkeit im Alltag gerecht werden will, dann kann und darf sie sich den neuen Medien sowie dem lebenslangen Lernen nicht verschließen
– der häusliche Zugang zu PC und Internet ist für unsere Schüler unterschiedlich
– aus diesem Grund macht sich ein erziehender Unterricht auch unter dem Aspekt der Chancengleichheit, die Aufgabe der Vermittlung von Medienkompetenz, notwendig
Medienkompetenz beinhaltet:
– Nutzungskompetenz von PC und Internet als Werkzeug
– Informations- und Kommunikationsmedium
– kritische Reflexionskompetenz im Hinblick auf Informationsbewertung und Informationsweitergabe, insbesondere in Foren und Chaträumen
– Einstellung zu bestimmten Anwendungen und Inhalten
– Sozialkompetenz bei der Organisation der Nutzung im PC-Raum
Medienpädagogische Ziele:
– der Einsatz von PC’s im Unterricht hat zum Ziel, die Qualität des Lernens zu steigern dies geschieht durch:

Nutzungskompetenz:
– Förderung des selbstgesteuerten, differenzierten Lernens und individuellen Übens am PC
– der Einsatz der „Neuen Medien“ als eine Möglichkeit, das Lernen der Schüler zu unterstützen und zu fördern
– vorrangig bleibt die originale Begegnung und die individuelle Auseinandersetzung mit dem realen Lerngegenstand, da das Lernen mit allen Sinnen und die eigene Erfahrung unerlässlich sind
– daneben ist aber der Einsatz des Computers und des Internets im Rahmen der Öffnung und Individualisierung von Unterricht sinnvoll
– der Umgang mit dem Computer gehört heute zu den selbstverständlichen Kulturtechniken in Europa, deshalb soll er auch in allen Unterrichtsfächern eingesetzt werden
– er dienst als Werkzeug, Mentor, als Informationsquelle und als Kommunikationsmittel

Informationsquellen:
– Daten aus Lexika, CD-ROMs entnehmen
– erstellte Steckbriefe und Aufgaben nutzen
– Nutzung des Internets

Kommunikationsmittel:
– E-Mails verschicken und versenden
– Daten austauschen

Allerdings muss der Umgang mit den neuen Medien insbesondere mit dem Internet gelernt werden, um sinnvoll, kritisch und gezielt damit umzugehen. Dies ist ein wichtiger Bestandteil der Medienkompetenz der Schüler.

Ziel in den vier Grundschuljahren für den Schüler
– Bestandteile des Computers kennen
– Hoch- und Runterfahren des Computers
– Programme starten und beenden
– Tastenschreibkenntnisse
– Grundlagen der Textverarbeitung
– Fenstertechnik
– Dateien und Ordner organisieren
– kopieren, ausschneiden und einfügen
– Internetadressen aufrufen
– mit Hilfe von Suchmaschinen Informationen finden
– Texte und Bilder herunterladen und bearbeiten
– E-Mail-Adressen benutzen
– Sicherheitsregeln für das Internet kennen

Bewertung und Benotung
Die Leistungsbeurteilung findet in unterschiedlichen Bereichen statt:
– Beurteilung schriftlicher, mündlicher und praktischer Leistungen im Unterricht verbal oder mit Benotung
– Festlegung von Gesamtnoten bei der Erteilung von Halbjahresinformationen und Jahreszeugnissen
– verbale Einschätzungen in Schulberichten und Bildungsempfehlungen

Die Bewertung berücksichtigt den individuellen Lernfortschritt des Schülers. Dabei sind Teilleistungsschwächen angemessen zu berücksichtigen. Die Schüler werden allmählich auf die Benotung vorbereitet.
Werden in Fächern keine Noten erteilt, ist die Leistung verbal einzuschätzen.
Die Gesamtlehrerkonferenz legt per Beschluss die Bewertungskriterien fest, diese werden im ersten Elternabend bekanntgemacht.

4. Integration und Inklusion

Gezielte Förderung erhalten Kinder mit einem Integrationsaspekt. In Zusammenarbeit mit der AFS wird nach Erstellung des Förderplanes gearbeitet. Regelmäßige Absprachen mit den Eltern finden statt.

Folgende Schwerpunkte bestehen:
– geistige Behinderung mit Schulbegleiter
– Lernbehinderung
– sozial emotionaler Bereich (mit Schulbegleiter)
– körperliche Entwicklung
– Sprache

Maßnahmen der Integration:
– Wertevermittlung: – Toleranz, Freiheit, Gleichheit, Aufrichtigkeit, Gerechtigkeit, Respekt
– für das Miteinander sind wichtig: – Aufrichtigkeit, Emphatie, Großzügigkeit, Mäßigung, Mut, Fleiß,
Höflichkeit, Anpassungsfähigkeit, Pünktlichkeit, Ordnung
– Mitverantwortung bei Konfliktlösung

5. Zusammenarbeit mit den Eltern

– Elterninformationen durch Klassenleiterinnen und Schulleitung
– Absprachen zwischen Elternrat und Schulleitung
– Elternabende in Abstimmung mit dem Klassenelternrat
– Gespräche zur Lernsituation
– Elternsprechstunde

Themen in Elternveranstaltungen:
– Elterngespräche vor der Einschulung
– erster Elternabend vor dem Schuleintritt
– Leistungsermittlung und Leistungsbewertung
– Informationen zur LRS / sonderpädagogischem Förderbedarf
– Information zu Ganztagsangeboten (GTA)
– Vorbereitung auf weiterführende Schulen
– Umgang mit Medien in Klassenstufe 4

6. Kooperationen / Kontakte

– Kindertageseinrichtung „Regenbogenland“ (Hortteil)
– Kindertageseinrichtung „Regenbogenland“ (Kindergarten)
– Kindertageseinrichtung „Haus der kleinen Strolche“ (Kindergarten)
– Oberschule Wiederitzsch
– Paul-Robeson-Oberschule
– Kontakte zu Gymnasien
– Kontakte zur Kirchgemeinde
– Kooperation mit „Mogono“
– Präventionsabteilung der Polizei
– Förderverein der Alfred-Kästner-Grundschule
– Lehrerausbildung der Universität Leipzig

7. Professionalität des Kollegiums

– Grundlage bildet das Fortbildungskonzept
– Setzen von Schwerpunkten der Fortbildung am Anfang eines neuen Schuljahres
– Nutzen von Angeboten im „SCHILF“

8. Evaluation

– im zweijährigem Arbeitsrhythmus
– Evaluierung der Festlegung des Schulkonzeptes

9. Quellenangaben / Literaturhinweise

– Schulgesetz des Freistaates Sachsen
– Grundschulordnung des Freistaates Sachsen
– Richtlinien zur Leistungsermittlung und Leistungsbewertung; Comenius Institut
– Verfassung des Freistaates Sachsen
– Eingliederungshilfe nach § 35a, Sozialgesetzbuch
– Handreichung Bildungsberatung, Staatsministerium für Kultus
– Handreichung für den Anfangsunterricht in der Grundschule, Staatsministerium für Kultus
– „hoppsala for family“
– Entwicklungsaufgaben (1982), Robert J. Havighurst
– Auszug aus dem Schulkonzept (4. Überarbeitung), 27.05.2015